3 Rezepte für herzhafte Raclette-Pfännchen

von Anja | Sugarfree Naturally
3 kreative Rezepte für herzhafte Raclette-Pfännchen

Die einen essen es vor allem an Silvester, die nächsten an Weihnachten und wiederum andere an einem ganz normalen Abend: Raclette. Es gibt vermutlich unzählige Varianten und jeder hat seinen Favoriten.
Ich möchte euch heute mal ein paar Inspirationen für eure Pfännchen geben. Eins vorab: ohne eine Art von Soße im Pfännchen geht bei mir nichts. Das kann Frischkäse, Schmand oder eine schnelle Parmesan-Soße sein. 

Fast alle Zutaten können und sollten vorher vorbereitet bzw. vorgegart werden. Einzige Ausnahme sind Zucchini und Champignons, wenn beides dünn geschnitten wird, und natürlich Mais (wenn man den aus der Dose nimmt). 

#1: Nudel-Spinat-Pfännchen mit Parmesansoße & Mozzarella

Meine Liebe zu Nudeln spiegelt sich auch in meinen Raclette-Pfännchen wider. Die werden dann immer zu kleinen Nudelaufläufen. Ich meine: Was kann denn besser sein, als Nudeln mit Käse? 😄 Ich verwende dafür Dinkel-Spirellis, da Weizen oft schlechter vertragen wird. Aber natürlich können alle Nudeln verwendet werden, die ihr möchtet. Nur klein sollten sie sein, damit sie auch problemlos in die kleinen Pfännchen passen. 

Frischen Spinat kurz dünsten und einfallen lassen

Dazu gibt es meinen Alltime-Favourite Spinat. Am liebsten verwende ich dafür frischen Spinat und lasse ihn in einer heißen Pfanne oder einem Topf mit einem Schnitz Butter zusammenfallen. Denn roher Spinat ist vor allem eins: unglaublich voluminös. Das heißt, es würde kaum was ins Pfännchen passen und die Gefahr, dass er durch die große Hitze von oben verbrennt ist auch recht groß. Als Alternative kann man hier natürlich auch Champignons oder vorgekochten Brokkoli nehmen. 

Parmesansoße vorbereiten

Wie schon gesagt, geht bei mir nichts ohne Soße. Deshalb gibt es eine Parmesan-Soße. Die kann entweder kurz vor dem Essen gekocht werden oder auch schon vorbereitet werden. Beim Abkühlen wird die sämige Soße etwas puddingartiger, aber das ist gar kein Problem. Ihr könnt sie dann einfach ins Pfännchen löffeln und beim Erhitzen wird sie wieder flüssiger. 

Mozzarella als Topping-Käse

Da die Parmesansoße schon einen gewissen Eigengeschmack hat, hab ich mich als Topping-Käse für den eher neutralen Mozzarella entschieden. Da er nicht so lang gereift ist, enthält er oft noch Laktose. Aber den gibt es auch in der laktosefreien Version zu kaufen. Und er zerläuft so herrlich. 

#2: Kartoffel-Brokkoli-Pfännchen mit Parmesansoße und gehackten Mandeln

Pellkartoffeln vorkochen

Kartoffeln sind vermutlich auch so eine typische Raclette-Zutat und sind bei Fructoseintoleranz oft auch gut verträglich. Denn sie bestehen zum Großteil aus Stärke und somit aus Glucose. Wichtig ist, dass die Kartoffeln vorher gekocht werden und nicht roh ins Pfännchen kommen. Denn die Zeit und Wärme reicht meist nicht aus, um sie weich zu bekommen. Aber da sich die Kartoffeln quasi eh von allein kochen, ist der Aufwand da relativ gering. Ich koche sie auch immer mit Schale und pelle und schneide sie später in Scheiben.

Besser die Brokkoliröschen verwenden

Bei Brokkoli sieht die Verträglichkeit individuell schon wieder unterschiedlich aus. Ich habe ihn schon immer sehr gern gegessen und muss mich da regelmäßig bremsen. Denn auch wenn er sehr gesund ist und vor allem die Röschen gut verträglich sein sollen, ist und bleibt es eine Kohlart. Und Kohl hat generell oft die Angewohnheit, schwerer verdaulich zu sein. Ich vertrage ihn in normalen Mengen sehr gut. Bei mir gibt es jedoch auch vor allem die zarten Röschen. Auch der Brokkoli sollte vorher bissfest gegart werden, da er im Raclette nicht weich wird. Auch hier kann man den Brokkoli mit Spinat kombinieren oder austauschen oder auch mit anderen Gemüsesorten. Sucht euch das raus, was eurer Meinung nach gut zu Kartoffeln passt und ihr gut vertragt.

Die perfekte Ergänzung zu Brokkoli: gehackte Mandeln

Auch hierzu passt die Parmesansoße wieder perfekt. Deshalb habt ihr mit einer Soße schon mindestens 2 verschiedene Pfännchen gefüllt. Und ich bin mir sicher, dass sie auch noch super zu anderen Zutaten passt. Ich gebe immer noch ein paar gehackte Mandeln dazu. Ich mag einerseits die Kombination von Brokkoli und Mandeln sehr. Andererseits gibt es dem eher weichen Pfännchen nochmal eine etwas andere Textur. 

#3: Gemüse-Pfännchen: Zucchini. Champignons und Mais mit Schmand-Creme

Kein Vorkochen nötig

Das war lange Zeit mein Standard-Raclette-Pfännchen. Manchmal noch um etwas Kochschinken ergänzt.
Das Gemüse-Pfännchen ist mein einziges Pfännchen ohne vorgekochte Zutaten. Ich schneide die Zucchini und die Champignons so dünn, dass sie im Pfännchen problemlos gar werden. 

Dosenmais ist nicht gleich Dosenmais

Ich gebe gern noch etwas Dosenmais dazu. Zur Verträglichkeit von Mais gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich verwende ihn gern, achte aber auch darauf, dass es nicht zu viel wird. Deshalb probiert euch da selbst etwas aus. Achtet nur beim Kauf darauf, dass kein zusätzlicher Zucker in der Konserve ist. Und ein Blick auf die Nährwerttabelle kann auch etwas Aufschluss geben. Ich habe festgestellt, dass es da auch Unterschiede gibt. Der Goldmais von Bonduelle enthält zum Beispiel 5,2g Zucker/100g, während der von Rewe Beste Wahl 6,5g/100g enthält. Das sind bei den beiden jetzt keine riesigen Abweichungen, aber vielleicht ist es doch für den ein oder anderen relevant .

Schmand-Creme und Raclette-Käse für die Würze

Dazu gibt’s bei mir eine Schmand-Creme, was nichts anderes als gewürzter, laktosefreier Schmand ist. So wird das Pfännchen nicht so trocken. Und es wird mit richtig kräftigem Raclette-Käse getoppt.

Dass Raclette auch süß geht, zeige ich euch in der Silvester-Woche. Da widmen wir uns dem Nachtisch 😉

Zur Fructose:
Wie immer kann ich nur von meinen Erfahrungen berichten. Wenn ihr Zutaten nicht vertragt, tauscht sie aus oder lasst sie weg. Tastet euch ran und findet euren Weg.

  • Dinkelnudeln: Dinkel ist meist besser verträglich als Weizen, deshalb versuche ich so gut es geht auf Dinkel umzusteigen.
  • Spinat: Spinat gilt als enorm gesundes und fructosearmes Gemüse und ist eine meiner sichersten Gemüsesorten. Wer Probleme mit Histamin hat, sollte jedoch Abstand von ihm halten.
  • Kartoffeln: Kartoffeln bestehen zum größten Teil aus Stärke, sprich aus Glucose. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das Wässern der Kartoffeln absolut keinen Unterschied gemacht hat, da sie eh eher wenig Fructose enthalten.
  • Brokkoli: Die Röschen sollen besser verträglich sein als der Strunk. Generell ist es aber ein Kohlgemüse und schwer verdaulich, sodass man es damit nicht übertreiben sollte.
  • gehackte Mandeln: Auch Mandeln enthalten Fructose, jedoch ist es bei den kleinen Mengen im Raclette vernachlässigbar. 
  • Zucchini: Nach Spinat ist Zucchini mein zweitsicherstes Gemüse. Obwohl Zucchini theoretisch ein wenig mehr Fructose (1,14g/100g) als Glucose (1,02g/100g) besitzt. 
  • Champignons: Sie gelten als sehr fructosearm, enthalten dafür jedoch das Zuckeralkohol Mannit. Auch hier sind die Mengen in so einem Pfännchen ja nicht riesig. Wer sich unsicher ist, sollte sich langsam rantasten.
  • Mais: Mais soll zum Großteil aus Stärke bestehen. Auch hier würde ich auf die Mengen achten und mich rantasten.

Zur Laktose:

  • Parmesan/Grana Padano: Beide Käsesorten sind so lange gereift, dass sie laktosefrei sind.
  • Milch: Ich verwende immer laktosefreie Milch. Am liebsten von Arla oder Landliebe, weil beide nicht so süß sind.
  • Butter: Butter ist nicht laktosefrei aber laktosearm. Von vielen wird sie deshalb auch in der normalen Version gut vertragen. Wer sich unsicher ist, verwendet einfach laktosefreie Butter.
  • Mozzarella: Mozzarella als Kugel ist meistens nicht so lang gereift und enthält deshalb noch kleine Mengen Laktose. Man kann es also ausprobieren oder auf laktosefreien Mozzarella ausweichen.
  • Raclette-Käse: Es handelt sich dabei meist um sehr kräftigen Käse, der sehr lange gereift und somit laktosefrei ist.
  • Schmand: Auch hier verwende ich immer die laktosefreie Version.
3 kreative Rezepte für herzhafte Raclette-Pfännchen

Herzhafte Raclette-Pfännchen

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Personen: 2 Prep Time: Cooking Time:
Nutrition facts: 200 calories 20 grams fat

Zutaten

Parmesansoße

  • 20g Butter (ca. 2 EL)
  • 2 EL Dinkelmehl Type 630
  • 400ml (laktosefreie) Milch
  • 50g Parmesan/Grana Padano
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Pfeffer
  • Salz

 

Nudel-Spinat-Pfännchen mit Parmesansoße & Mozzarella

  • 60g kleine Dinkelnudeln
  • 80-100g frischer Blattspinat (oder gefrorener Spinat)
  • 50g (laktosefreier) Mozzarella
  • Parmesansoße siehe Rezept oben

 

Kartoffel-Brokkoli-Pfännchen mit Parmesansoße und gehackten Mandeln

  • 4 kleine Kartoffeln
  • 50g Brokkoli
  • 10-20g gehackte Mandeln
  • 50g (laktosefreier) Mozzarella
  • Parmesansoße siehe Rezept oben

 

Gemüse-Pfännchen: Zucchini. Champignons und Mais mit Schmand-Creme

  • 1/4 Zucchini
  • 2-3 Champignons
  • 50g Dosenmais
  • 100g (laktosefreier) Schmand (alternativ auch Frischkäse)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Raclette-Käse

Zubereitung

Parmesansoße

  1. Parmesan/Grana Padano fein reiben. Butter in einem Topf erhitzen, Mehl dazu geben und gut miteinander verrühren und erhitzen, ohne dass die Masse Farbe annimmt.
  2. Den Topf von der Platte ziehen, nach und nach unter kräftigem Rühren mit dem Schneebesen die Milch dazu geben, damit keine Klumpen entstehen.
  3. Den Topf zurück auf die Herdplatte stellen und unter Rühren Aufkochen lassen und ein paar Minuten sanft kochen lassen. Dabei stets umrühren, damit die Soße nicht anbrennt.
  4. Den Parmesan dazu geben, schmelzen lassen und rühren. Alles mit geriebener Muskatnuss, Pfeffer und Salz abschmecken. Sollte die Soße zu dick werden, könnt ihr noch etwas Milch hinzufügen.

 

Nudel-Spinat-Pfännchen mit Parmesansoße & Mozzarella

  1. Die Nudeln nach Packungsanleitung garen. Wenn ihr sie vorbereitet, schreckt sie danach kurz unter kaltem Wasser ab, damit sie später nicht so zusammenkleben.
  2. Den frischen Spinat gut waschen und trocken schleudern und in einer Pfanne/Topf mit einem TL Butter bei geringer Temperatur einfallen lassen.
  3. Den Mozzarella in Scheiben schneiden oder Stücke reißen.
  4. Das Pfännchen von unten nach oben füllen mit: Nudeln, Spinat, Parmesansoße und Mozzarella
 

Kartoffel-Brokkoli-Pfännchen mit Parmesansoße und gehackten Mandeln

  1. Kartoffeln mit Schale weich kochen und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann pellen und in Scheiben schneiden. 
  2. Den Brokkoli waschen und in sehr kleine Röschen teilen. In kochendes Salzwasser geben und bissfest garen. Danach abgießen und unter kaltem Wasser abschrecken.
  3. Den Mozzarella in Scheiben schneiden oder in Stücke reißen.
  4. Das Pfännchen von unten nach oben füllen mit: Kartoffelscheiben, Brokkoliröschen, gehackte Mandeln, Parmesansoße, Mozzarella

 

Gemüse-Pfännchen: Zucchini. Champignons und Mais mit Schmand-Creme

  1. Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. 
  2. Champignons mit einem Küchentuch vorsichtig putzen und in Scheiben schneiden
  3. Schmand mit Salz und Pfeffer abschmecken
  4. Das Pfännchen von unten nach oben füllen mit: Zucchini, Champignons, Mais, Schmand-Creme und Raclette-Käse

Tipps

Die Menge der Zutaten hängt natürlich sehr von euren Kombinationen und der Größe des Hungers ab. Deshalb sieht es eher als grobe Richtlinie und schaut selbst, wieviel ihr essen möchtet.

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