Schneller Kokos-Chai-Latte

von Anja | Sugarfree Naturally
Fructosearmer, selbstgemachter Kokos-Chai-Latte

Eins vorab: Ich bin eher nicht so der Gewürztee-Fan. Wie passt denn da Chai-Tee rein? Ganz einfach: mit Kokosmilch 🙂 Sie gibt die richtige Konsistenz, neutralisiert das Ganze etwas und rundet den Geschmack für mich super ab.

Welche Gewürze kommen in den Chai-Tee?

Chai-Tee ist ein indischer Gewürztee. Die Basis bildet schwarzer Tee. Dieser wird dann mit verschiedenen Gewürzen wie beispielsweise Zimt, Vanille, Nelken, Sternanis, Kardamom, schwarzem Pfeffer oder Ingwer aufgepeppt. Prinzipiell kann jedes Gewürz verwendet werden, sodass ihr da eure eigene perfekte Mischung kreieren oder auch variieren könnt. Jedes Gewürz hat auch unterschiedliche Eigenschaften. So heizen beispielsweise schwarzer Pfeffer und Ingwer gut durch und geben von innen Wärme. Gerade an den kälteren Tagen also eine Wohltat.

Wie kann man Chai-Tee selber machen?

Chai-Tee gibt es mittlerweile schon oft abgepackt in Drogerien und Bioläden als Teebeutel zu kaufen. Man kann ihn aber auch selber machen. Normalerweise werden die Gewürze dazu im Ganzen zuerst geröstet, damit sie ihr volles Aroma entfalten. Dann werden sie mit einem Mörser grob gemahlen und zusammen mit dem schwarzen Tee aufgebrüht.
Leider habe ich keinen Mörser. Deshalb gibt es bei mir die wirklich schnelle Variante mit Gewürzpulvern. Das kommt vermutlich nicht mal annähernd an den Geschmack mit frischen, gerösteten Gewürzen ran, aber ich hab schlicht keine andere Wahl. Solltet ihr aber einen Mörser oder eine Kaffeemühle Zuhause haben, könnt ihr es ja mal ausprobieren und die Gewürze selbst mahlen.

Fructosearmer, selbstgemachter Kokos-Chai-Latte

Ziehzeit des Tees beachten

Wie gesagt, enthält der Chai-Tee schwarzen Tee. Dieser enthält Koffein und Gerbstoffe. Das Koffein löst sich bereits nach 3 Minuten. Daher sagt man, dass schwarzer Tee im besten Fall auch nur 3 Minuten ziehen sollte. Allerhöchstens 5 Minuten ist die maximale Ziehzeit. Je länger er zieht, desto bitterer wird er, da sich die Gerbstoffe lösen. Diese werden bei längerer Ziehzeit immer mehr und können auch zu Verstopfungen führen, während kurz gezogener Tee die Verdauung eher anregt. Auch nach über 5 Minuten Ziehzeit, macht der Tee nicht zwingend wieder müde. Aber durch die Verbindung der vielen Gerbstoffe mit dem Koffein, wird dieses wesentlich langsamer vom Körper aufgenommen. Das heißt, die Wirkung kann so langfristig aber auch so gering sein, dass wir gar nicht so viel davon merken.

Chai-Tee traditionell mit Milch

Traditionell wird der indische Chai-Tee auch nicht pur, sondern mit etwas (pflanzlicher) Milch getrunken. So soll der kräftige Gewürztee wieder etwas milder werden. Meist wird er dann noch mit etwas Honig gesüßt. Jedoch war mir der Geschmack trotzdem immer irgendwie zu wässrig. Aber nun hab ich die perfekte Lösung gefunden: Chai-Latte mit Kokosmilch! 

Von Chai-Tee zu Kokos-Chai-Latte

Im Chai-Latte ist der Milchanteil wesentlich höher. Da ist es oft nicht nur ein kleiner Schluck Milch, sondern doch wesentlich mehr. Die cremige Kokosmilch nimmt dem Ganzen diesen wässrigen Geschmack und verbindet alles besser. Nehmt da aber unbedingt die cremige Kokosmilch und nicht die fettreduzierte. Die schmeckt nämlich nicht nur nach Wasser, sondern ist auch wesentlich flüssiger. 

Wer nicht so gern Kokosmilch mag oder sich nicht ran traut, kann auch einen Teil der Kokosmilch mit Hafermilch ersetzen. Probiert euch da einfach aus. Ich mag die Konsistenz des Chai-Latte mit Kokosmilch sehr gern, weil es mir sonst schnell wieder zu wässrig wird. Aber ab und an strecke ich ihn auch mal mit etwas Hafermilch 😉 

Fructosearmer, selbstgemachter Kokos-Chai-Latte

Nur echt mit einer Portion Milchschaum

Natürlich schmeckt der Chai-Latte auch ohne. Aber Milchschaum ist doch nie verkehrt oder? 😄 Also wer einen Milchaufschäumer oder genug Muckies in den Armen hat, kann sich noch etwas Milchschaum zaubern und darauf geben. Den besten handgemachten Milchschaum hab ich bisher mit normaler Milch hinbekommen. Jedoch funktioniert es beispielsweise auch mit einigen Hafermilch-Sorten. Selbst mit der „normalen“ Bio-Hafermilch von oatly habe ich schon ein klein wenig Schaum zaubern können. Von oatly gibt es auch eine Barista-Hafermilch. Da sie jedoch einige Zusatzstoffe enthält, um so standhaft zu sein, habe ich sie bisher noch nicht verwendet.

Keine Lust auf Kokos-Chai-Latte?

Wer jetzt immer noch so gar keine Lust auf Kokos-Chai-Latte hat, kann es ja auch mal mit einer heißen Schokolade, einer goldenen Milch oder einem weißen Glühwein probieren. 

Zur Fructose:

  • Schwarzer Tee ist bei Fructoseintoleranz geeignet
  • Kokosmilch ist in der Dauerernährung auch oft verträglich. Sie hat einen Fructosewert von 1,50g/100g und einen Glucosewert von 1,70g/100g. Das heißt das Fructose-Glucose-Verhältnis liegt bei 0,88 und ist somit sehr gut
  • Hafermilch ist ebenfalls bei Fructoseintoleranz geeignet, da sie keine Fructose enthält. Achtet da nur darauf, dass sich möglichst wenig Inhaltsstoffe und kein zusätzlicher Zucker darin befinden

Zur Laktose:

  • Wer seinen Chai-Latte etwas mit normaler Milch strecken und/oder damit den Milchschaum herstellen möchte, verwendet einfach laktosefreie Milch
Fructosearmer, selbstgemachter Kokos-Chai-Latte
Fructosearmer, selbstgemachter Kokos-Chai-Latte

Schneller Kokos-Chai-Latte

Eins vorab: Ich bin eher nicht so der Gewürztee-Fan. Wie passt denn da Chai-Tee rein? Ganz einfach: mit Kokosmilch 🙂… Rezept ausdrucken
Personen: 2 Prep Time: Cooking Time:

Zutaten

  • 200g cremige Kokosmilch
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2 TL Vanillepulver (oder Aroma)
  • 1/4 TL gemahlener Kardamom
  • 2 Beutel starker, schwarzer Tee
  • 200ml kochendes Wasser
  • 1 TL Reissirup
  • etwas (pflanzliche) Milch für Milchschaum

Zubereitung

  1. Die Kokosmilch mit den Gewürzen in einem Topf zum Kochen bringen.
  2. Heißes Wasser und Teebeutel dazugeben und kurz vom Herd nehmen, damit der Tee nicht weiterkocht, sondern nur noch zieht. Die Teebeutel nach 3-5 Minuten herausnehmen. Mit Reissirup süßen.
  3. Für den Milchschaum: Die Milch langsam in einem Topf erwärmen und mit einem Schneebesen sehr schnell schaumig aufschlagen. 

Tipps

Wer es weniger kokoslastig möchte, kann einfach noch etwas Hafermilch dazugeben.

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